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08. Januar bis 13. Januar `07 - Baccao nach SambuNach dem Aufstehen besorgten wir Knoblauch und Yukawurzeln, die der Kartoffel sehr ähnlich ist. Da Knoblauch ein natürliches Antibiotika ist nahm ich jeden tag eine Zehe frischen Knoblauch zu mir. Bis jetzt hatte ich noch keinen Durchfall oder andere Beschwerden. Wir blieben bis um 9:00 Uhr in Baccato, wo uns auch dort ein hilfsbereiter Bewohner ein stück des Weges bis zum Rio-Naransati begleitet hat. Wir kochten zusammen eine Suppe und ruhten uns aus. Der hilfsbereite Dorfbewohner ging wieder zurück nach Baccato und wir gingen noch ca. 2.5 Std am Flussufer des Rio-Naransati entlang, wo wir an einen gutem Platz unser Nachtlager einrichteten. Wir mussten alles mit der Machete frei räumen und ich baute dann mein Zelt auf und Milanio seine Hängematte. Anschließend suchten wir noch geeignetes Feuerholz was sich als nicht so leichte sache in diesem immerfeuchten Regenwald erwies. Doch wir fanden bald geeignetes Holz. Wir hatten auch genügend Zeit um unsere Kleidung zu waschen. Am Abend hatten wir noch leckeren Fisch geangelt, welcher „Liso“ in der Landessprache genannt wird. Den Fisch machten wir zum feinen Abendessen mit Knoblauch, Zwiebeln und Yuka, der sehr köstlich war. Mir sind noch die Schuhe beim trocknen am Feuer durch kurze Unaufmerksamkeit angebrannt. Ich konnte sie aber zum glück noch eine Weile benutzen. Es würde eine weile dauern hier wieder neue Schuhe zu finden, wenn es überhaupt möglich ist. Ich unterhielt mich noch eine weile mit Milanio und hörte der faszinierenden Geräuschkulisse zu. Wir schliefen irgendwann in der Nacht ein.
09. Januar ´07 – Rio-Naransati nach Quebrada grandede marrera.
Nach dem
Frühstück machte ich mich mit meinen verbrannten Schuhen auf den Weg zum nächsten Ziel für heute. Heute begegneten uns
wieder viele kleine Affen in den Bäumen und Spuren von Tapir und anderen Tieren. Um 11:30 Uhr kamen wir dann an eine so
genannte „Rancho“ der dortigen Eingeborenen. „Ranchos“ werden zum Aufbewahren des gejagten oder zum ausruhen genutzt.
Die heute allerdings ohne Leute war. An der Feuerstelle brachten wir unsere Suppe zum kochen. Nach der pause gingen wir
noch ca. 4 Std. durch dichten Regenwald .bis wir um 16:00 Uhr am Rio-Mannera bei einer abgeschiedenen Familie für die
heutige Nacht Unterkunft fanden. Die Familie Bailarin wohnt am Fluss total abgeschieden von der Zivilisation. Sie haben
eine Bananenplantage und pflanzen auch andere Früchte an, die sie ab und zu in Sambu, welches ca. drei Tage Marsch
entfernt liegt, verkaufen können. Die Familie nahm uns herzlich auf. Sie gaben uns erstmal eine „Schicha“, ein dort
beliebtes Maisgetränk, das nach längerem stehen alkoholische Züge hat. Mir persönlich schmeckt nur das frisch
zubereitete Getränk das mir die Frau später noch zum probieren gab. Die Familie lebt hier mit mehreren Generationen
unter einem Dach. Ich zählte 4 Kinder, die Großeltern und den Bruder des Ehepaares, der uns später noch begleitete.
Ich baute mein zelt in der Nähe ihres Hauses auf und Milanio schlief im Haus. Später kam noch der Hausherr dem ich ein
Päckchen Zigaretten gab, er freute sich sehr da dort Zigaretten eine Rarität sind. Der Hausherr brachte wieder Liso mit,
den seine frau mit reis zubereitete. Nach dem Essen sprach ich mit den Männern über die jetzigen Gegebenheiten um zu
Fuß Jaque zu erreichen. Der Älteste sagte das es schon lange kein Wege mehr gibt, aber mit einen guten Guide würde ich
zumindest Puerto Pinja erreichen. Puerto pinja ist ein dorf ca. 20km von Jaque entfernt. Milanio wird mich noch bis
Playa Muerto begleiten was sich aber erst viel später rausstellte. Wir sprachen noch eine Weile bis ich müde wurde
und schlafen ging.
11. Januar ´07 - Von Marea nach Saina Cabezera.
12. Januar ´07 – Saina Cabezera nach Taimati. Das treffen war gut für Ricardo der sich nach kurzer Unterhaltung auf seinen weg machte, da die Goldsucher auch nach Taimati wollten. Wir gingen nach ihrer Goldsuche zu ihrem Haus das ungefähr 2 Std. Fußmarsch in bergigem Gelände lag. Die dort Einheimischen laufen oft stundenlang für irgendwelche Tätigkeiten durch den Dschungel, was sehr schweißtreibend und anstrengend ist, jedoch ohne jegliche Anzeichen von Ermüdung oder ähnlichem. Die Goldsucher leben an einen für dort ungewöhnlichen Haus am Rio-Mouge. Das Haus muss von einem ausländischen Unternehmen erbaut worden sein. Wir machten erst einmal die Camerones (Krabben), die wir auf dem Weg fanden. In einer Suppe schmeckten die Camerones sehr gut. Einer der Goldsucher wollte dann meinen Rucksack für 10$ tragen, und ich dachte mir warum eigentlich nicht. Ich hatte nämlich eine große Schürfwunde von dem Rucksack am Rücken. Der eine von ihnen sah die Wunde und wollte mir dann helfen, ich bot ihm dafür Geld. Ich kaufte auch ein Gramm Gold von ihnen. Das Gold ist meist in pulvrigem Zustand. Also machten wir uns um 14:00 Uhr auf den weg nach Taimati. Bei einer Pause trafen wir auf Jäger von Taimati die uns dann auch noch begleitet haben .Hier habe ich mehrere Fußspuren von einem Jaguar gesehen der selbst aber nur sehr schwer zu beobachten ist. Nach dreistündiger Wanderung durch bergigen Dschungel ereichten wir Taimati, eine aus drei Häusern bestehende Gemeinschaft die ungefähr ein Eintagesmarsch von Sambu entfernt ist.
Milanio bot sich den Jägern zur Hilfe an und nahm eines der schweren Tiere auf seinen Rücken. In Taimati angekommen
fanden wir bei einer netten Familie Unterkunft. Wir kamen genau zum richtigen Zeitpunkt, da die Familie am nächsten
Tag mit den Kinder nach Sambu musste. In Taimati traf ich auf einen älteren Mann der mir viele Geschichten und Tipps
um nach Jaque zu kommen erzählte. Die Familie bei der wir heute Nacht blieben gab mir reichhaltig zu essen und frisch
gepressten Orangensaft. Wir blieben noch lange im großen Wohnraum der Familie bis ich dann bald schlafen ging. Die
Familie wollte gleich nach dem frühstück aufbrechen. Nach langem Marsch kamen wir am Rio-Sambu an, wo das Dorf Sambu nicht mehr weit war. Der Vater schwamm zum nächsten Ufer um ein boot nach Sambu zu finden. Die Kinder nahmen während dem Warten ein Bad im Fluss. Der Vater kam nach einer halben stunde wieder mit einem boot mit dem wir nach Sambu fahren konnten. In Sambu gab mir die Familie Unterkunft in ihrem Haus. Hier konnte ich mal wieder eine eiskalte Cola und Schokolade genießen.
Sambu ist ein grösseres Dorf im Gebiet Darien, wo in der Trockenzeit häufiger Touristengruppen kommen um die
dortigen eingeborenen Dörfer zu besuchen. Ich musste mir am Abend noch eine Transportmöglichkeit nach La Palma suchen,
welche ich auch gleich fand .Der Besitzer eines Ladens am Fluss fuhr am übernächsten Tag, um Lebensmittel zu besorgen,
nach La Palma. Ich vereinbarte 35$ für die Hin- und Rückfahrt, und das wir uns um 4:00 Uhr morgens an seinem Laden
treffen. Milanio, der Vater und ich gingen zusammen in ein Restaraunt um mal wieder richtig zu essen. Heute hatte
ich richtig Heißhunger, weshalb ich mir gleich zwei mal das Hauptmenü bestellt hatte. Nach ein paar Bier gingen wir
wieder ins Haus wo ich auch bald einschlief. |
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